Platz schaffen deluxe durch Möbelbau…

Im Anschluss an das Setzen der Winkelstützen wollte eigentlich die für die Erdarbeiten zuständige Firma mit den Pflasterarbeiten beginnen. Allerdings war das Grundstück noch nicht ganz von Holzresten befreit. So hatten sich die Zimmerleute um Herrn Hoock z.B. einen beeindruckend langen Sägetisch gezimmert, ein 6m langes Reststück der Bodenplatte zierte den zukünftigen Garten und überall standen mehr oder weniger große Plattenreste herum.

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Die mussten einerseits weg, andererseits sollten sie aber auch nicht einfach zersäbelt und entsorgt werden – dafür waren sie einfach zu schade. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen? Wir hatten schon länger damit geliebäugelt  Möbel aus den Holzresten zu bauen. Und so kam es dann auch: der Rest der Bodenplatte wurde eine 4,50m lange Sitzbank, die in unseren Flur kam und durch die Hauswand angeschraubt wurde. Die anderen Platten wurden zu einem Esstisch, zwei Hochbetten, insgesamt 4 Arbeitsplatten für das Musikzimmer und den HWR, zu einer Schreibtischplatte, zu einer TV-Bank, zu 3 Regalen und zu einer Mini-Sitzbank. Was ich mich im Nachhinein frage: wie haben wir das eigentlich alles reinbekommen?!?!

…es sind immer noch weitere Reste übrig, mal sehen, was daraus noch alles wird!

Versorgungsanschlüsse

So, nach 6 Wochen muss ich den Blog dringend mal wieder auf den neusten Stand bringen.

Anfang Juli kamen unsere Versorgungsanschlüsse, die von der Tiefbaufirma Hoth gelegt wurden. Interessant war, dass uns als Termin für das Legen der Versorgungsleitungen Montag, der 4.7. mitgeteilt wurde und ich entsprechend ab 7.30 auf der Baustelle war, um die Tiefbau-Firma nicht zu verpassen. Diese kam dann aber erst gegen 12 Uhr (ich nutzte die Zeit, um mal wieder einen Stapel Holz von links nach rechts zu tragen, was für ein Spaß). Erstaunlich war aber, dass die Firma gut 2 Stunden später mit allem durch war, obwohl sie erst einmal ein tiefes Loch in unserem Hausanschlussraum graben mussten.

Es hat also alles recht reibungslos geklappt; im Vorfeld gab es einige Bedenken, ob die Gasleitung gerade aus dem Haus heraus geführt werden kann, was dann aber letzten Endes kein Problem war. Allerdings frage ich mich, wieso Tiefbauunternehmen, Stadtwerke und sonstige Beteiligte immer davon ausgehen, dass private Bauherren immer komplett mit allen internen Abläufen vertraut sind, die anscheinend von Firma zu Firma und Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich gehandhabt werden. So wurde mit dem Setzen der Stromzuführung der Baustromzähler entfernt – aber… woher nehmen wir denn dann den Baustrom? Glücklicherweise durften wir bei unserem netten und stets entspannten Nachbarn ein bisschen Strom abzwacken, so dass wir überbrücken konnten. Uns wurde gesagt, unser Elektriker solle die Fertigstellung an die Stadtwerke melden und dann könne der Zähler direkt gesetzt werden. Gesagt, getan, Firma Rundi faxte noch am Montag Nachmittag die Fertigstellung an die Stadtwerke und bat um einen Termin am Mittwoch. Zurück kam die Nachricht „Termin wird gestrichen; Rechnung wurde nicht bezahlt“. Als mir unser Elektriker diese Rückmeldung kommunizierte war ich erst einmal ein bisschen verwundert – welche Rechnung denn bitte? Wir  haben von den Stadtwerken doch gar nichts bekommen? Es war natürlich nach 16 Uhr, so dass man auch niemanden mehr bei den Stadtwerken erreichen konnte. Also schrieb ich eine Mail, die dann auch direkt am nächsten Morgen um 6.30 Uhr beantwortet wurde: offensichtlich war auf dem Angebot zur Erstellung der Versorgungsleitungen, das ich Anfang Februar (!) erhielt, vermerkt, dass der Angebotspreis vor Zählersetzung bezahlt werden müsse. Aber… woher weiß man als Normalverbraucher, wann Zählersetzung ist? Und ist es nicht auch relativ klar, dass man einen entsprechend diffusen (weil wenig greifbaren) Zahlungshinweis nach fast einem halben Jahr nicht mehr auf dem Schirm hat? Nun ja… diesen Hinweis gab ich auch direkt an die Stadtwerke weiter, überwies den Betrag fix und erhielt dann doch noch eine Terminzusage für den besagten Mittwoch; und das ging dann auch alles recht schnell von der Hand.

Tag 28 bis 47

In letzter Zeit bin ich auf der Baustelle selbst mal ein bisschen aktiv geworden, so dass es nun schon drei Wochen kein Update mehr gab; entsprechend gibt es viel zu berichten:

Am 29. Tag unseres Bauprojektes erlebte meine Eigenleistung ein kleines Revival (nachdem das Setzen der Löcher mit dem Forstnerbohrer ja ein schnelles Ende hatte…) und ich machte mich an das Verlegen des Trockenestrichs. Der Trockenestrich wurde auf insgesamt 6 doppelten Paletten (also 2x 30 Platten) geliefert (hier schon zur Hälfte ins Haus verfrachtet…).

Da der Trockenestrich nicht nass werden sollte, muss man sofort die gesamte Menge ins Haus tragen, wenn man erst einmal eine Charge geöffnet hat… Nachdem ich die Platten zunächst auf dem Boden sitzend in Stücke geschnitten hatte, gab Herr Hoock mir den Tipp zwei Böcke zu kaufen und mir einen vernünftigen Arbeitsplatz einzurichten; guter Tipp, ab dem zweiten Zimmer ging die Arbeit deutlich schneller und auch rückenschonender von der Hand.

Die Platten lassen sich gut handhaben, da sie  150cm breit und 55cm tief und somit auch nicht zu schwer sind. Die Platten werden schwimmend auf der Fußbodenheizung verlegt, an Nut und Feder mit einem PU-Kleber verklebt und anschließend verschraubt. Leider waren nicht alle Paletten so gut verpackt; durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen, sind zwei Chargen nass geworden. An einer Stelle drang die Feuchtigkeit unter die Schutzfolie und durchnässte die jeweils untere rechte Ecke der Platten. Infolgedessen brach bei einigen Platten die Ecke ab. Insgesamt blieb der Schaden aber überschaubar.

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Stück für Stück habe ich den Trockenestrich in Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flur verlegt, heute kam noch das zweite Kinderzimmer und das Bad hinzu.

Unser Zimmermann Herr Hoock war bis Ende letzter Woche mit vielen kleinen Detailarbeiten beschäftigt; so wurde unter anderem die Terrassendielen verlegt und die Fassade für den Südgiebel angebracht. Außerdem wurden alle Elemente, die von den Spenglern verblecht werden sollten, mit einer Lage OSB versehen.

Die mit Möbel- und Innenausbau betraute Tischler-Firma Bobek aus Bassum brachte in der Zwischenzeit die Fensterlaibungen aus HPL an.

Da HPL (aus Papier und Melaminharz) wasserdicht ist, hatte Herr Hoock die Idee das Material im Bad zu verwenden, um nicht auf Fliesen angewiesen zu sein. Herr Bobek kam daraufhin auf die Baustelle, nahm Aufmaß und machte uns ein Angebot für eine Bad-Auskleidung aus dem Material. Da es keinen merkbaren preislichen Unterschied zu den Fliesen gibt, werden wir uns tatsächlich für die Resopal-Platten im Bad entscheiden.

Anfang Juni hat unser Elektriker die gesamte Roh-Installation abgeschlossen und dafür spezielle Hohlwanddosen für Massivholz verbaut. Außerdem hat er den Schalterschrank von Hager eingesetzt. Hierfür musste aus Brandschutzgründen noch eine Lage Fermacell unter dem Schalterschrank angebracht werden:

Eine unangenehme Überraschung gab es dann aber doch zur Abwechslung mal: kurz nach der ersten Begehung des Elektrikers, in der die Position der Schalter und Steckdosen festgelegt wurden, ist dieser krank geworden und wir erhielten im Vorfeld kein Angebot mehr über die zu erwartenden Kosten. Da die Zimmerleute die Fassade schließen wollten und ein Großteil der Leitungen in der Dämmung verlegt wurden, musste die Installation trotzdem zeitnah durchgeführt werden. Unser Elektriker beauftragte deshalb mit Frank Bergelt einen sehr kompetenten Ersatz, der die Arbeiten schnell und gewissenhaft erledigte; allerdings nach wie vor, ohne dass wir eine konkrete Preisvorstellung gehabt hätten. Die Überraschung kam dann letzte Woche in Form eines Angebots mit einer sehr hohen Gesamthöhe, die wir so nicht erwartet hatten. Dies hatte nichts mit dem Sub-Unternehmer oder den bislang geleisteten Arbeiten zu tun, sondern mit der Tatsache, dass der Kostenrahmen im Vorfeld nicht abgesteckt wurde. Während unser Architekt für alle anderen Gewerke sehr genaue Angebote eingeholt hatte, waren wir bei der Elektroinstallation etwas nachlässiger – das war ein Fehler. Ein genauerer Blick auf das Angebot offenbarte dann auch einen der Gründe für den hohen Preis: enthalten sind 24 Brandschutzschalter von Siemens, die Brutto bei 120 EUR pro Stück liegen. Mit Veröffentlichung der DIN VDE 0100-420 wird die Installation des Brandschutzschalters u.a. für Holzhäuser verpflichtend.  Es gibt allerdings eine Übergangsfrist bis zum 18.12.2017 – ich werde also versuchen zu klären, ob die Verwendung dieser Schalter (vor allem in dieser Anzahl) wirklich notwendig ist.

Unser Sanitärinstallateur machte derweil mit der Fußbodenheizung weiter, die bis zum 17.6. im OG vollständig verlegt war. Im Bad wurden zudem Dusch- und Badewanne eingebaut, nachdem Herr Hoock die Vorwand für die Sanitär-Installationen gebaut hatte (erst eine Lage OSB, dann eine Lage Fermacell).

In den letzten Tagen wurde die Lüftungsanlage eingebaut und die Rohrleitungen für die Küche vorbereitet. Auch Warmwasserspeicher und Gastherme sind inzwischen da und zumindest teilweise auch schon eingebaut. Nächste Woche werden die Versorgungsanschlüsse ins Haus gelegt, anschließend werden Sanitär-Installationen im Gästebad und die Fußbodenheizung im EG verlegt.

 

Seit Dienstag ist nun auch das Baugerüst weg, nachdem die Spengler vor einer Woche fertig geworden sind. Sie haben nicht nur das Dach mit Prefa-Scharen gedeckt, sondern auch die Abdichtung von Balkon und Terrasse, Eingangsschwelle und Terrassen-Austritt vorgenommen. Zudem wurden zwei Speier und eine Abflussrinne am Balkon angebracht und die Eckanschlüsse verkleidet. Obwohl wir ganz froh sind, dass wir das Blech nicht als Fassadenmaterial verwendet haben, sind wir mit dem Material wirklich sehr zufrieden. Es wurde sehr sauber verarbeitet und sieht in Kombination mit dem Holz sehr gut aus.

Dank des leicht abfallenden Bodenreliefs ergibt sich zur Westseite unseres Grundstück eine Abflusskante, die durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen sehr stark beansprucht wurde. Teilweise floss das Wasser fast sturzbachartig auf das Nachbargrundstück und schwemmte zudem Sand auf den Weg zwischen Grundstücksgrenze und Hauswand des Nachbarhauses. Das Wasser stand ca 20cm. Wir hatten uns schon im Vorfeld entschieden, dass wir  Winkelstützen an der Grundstücksgrenze einsetzen lassen würden, doch das war nun eine eindrucksvolle Demonstration über die tatsächliche Notwendigkeit der Stützen. Zur Überbrückung versuchte ich die Lücken im  Zaun provisorisch mit Holz zu füllen (natürlich nicht erfolgreich), unser Nachbar hatte dann die gute Idee dem Wasser ein paar Wege zu graben und einen kleinen Wall aufzuschütten. Das half dann erst einmal…

Anfang dieser Woche kamen dann die Winkelstützen; was erst einmal erforderte, dass ich das gesamte auf dieser Grundstücksseite gelagerte Material händisch von einer Seite auf die andere schleppte. Dank der Hilfe meines Bruders beim Tragen des Trockenestrichs, dauerte es dann insgesamt nur 8 Stunden… am nächsten Tag kamen die Arbeiter von DSB und begannen mit dem Aushub der Erde. Gestern hatten sie dann bis auf zwei  alle Winkelstützen eingesetzt.

 

Tag 18 bis 27

In den letzten 9 Tagen ist wieder eine ganze Menge gemacht worden, ich bin gar nicht mehr dazu gekommen regelmäßig zu berichten. Ich gehe mal nicht chronologisch, sondern nach Gewerken vor:

Die Zimmerarbeiten gehen nach wie vor sehr schnell voran. Neben einer ganzen Menge immer wieder anstehender Arbeiten im Innenbereich (wie das Sägen von Leitungsdurchbrüchen oder das Senken von Steckdosenlöchern) wurden im Außenbereich die Holzfaserdämmung, eine diffusionsoffene Folie, Unterkonstruktion und Konterlattung für die Fassade angebracht – ab dem 18.05. zunächst einmal wieder zu viert. Zwischendurch feierten wir am 20.05. ein kleines Richtfest und am Tag darauf wurde im Zweier-Gespann mit der Montage der Fassade begonnen. Seit Anfang dieser Woche sind die Zimmerer zu Zweit.

Der Elektriker von der Firma Rundi hat ebenfalls ein beachtliches Tempo an den Tag gelegt und innerhalb der letzten 9 Tage alle Leitungen gelegt, die Temperaturfühler eingesetzt und den Stromverteilerkasten installiert vorbereitet. Für die Steuerung unserer Fußbodenheizung werden wir ein App-gesteuertes System nutzen, so dass lediglich Temperaturfühler und keine Drehthermostate eingesetzt werden müssen.

Nachdem unsere Sanitärfirma Brüning die Arbeiten an der Lüftungsanlage abgeschlossen hatte, wurden in den letzten Tagen alle Leitungen für Wasser und Abwasser, Sanitär-Vorinstallationen und die Verteilungskästen für die Fußbodenheizung installiert. Außerdem wurde im Schlafzimmer und einem der Kinderzimmer bereits die Fußbodenheizung ausgelegt. Ich hatte dann gestern das Vergnügen den Trockenestrich in diese beiden Zimmer zu tragen und provisorisch auszulegen um die Fußbodenheizung zu schützen. Montag werde ich damit beginnen den Trockenestrich zu verlegen.

Außerdem war unser Spengler JWD inzwischen da um unsere Dachflächenfenster einzusetzen. Leider wurden die falschen bestellt, so dass er unverrichteter Dinge wieder abfuhr. Die neuen sind bestellt und kommen voraussichtlich Freitag oder Montag an. Die Spengler haben dafür mit den ersten Verblechungen an den auskragenden Fenstern begonnen (die zuvor von den Zimmerleuten aufgedoppelt wurden), Fensterlaibungen eingesetzt, Balkon und Terrasse abgedichtet und eine Rinne mit Speier am Giebel zur Südseite eingebaut. Für die Verblechungen wird Winkelstehfalz (Prefa P.10) in Farbaluminum (anthrazit) verwendet.

Tag 12 bis bis Netto-17

Am Freitag hatten unsere Monteure Herr Hoock, Cem und Ingo bereits das mehr als wohlverdiente Wochenende angetreten. Und wirklich: was die drei (in den ersten 8 Tagen war noch Herr Hoocks Bruder dabei) die letzten 12 Tage gerissen haben ist der absolute Wahnsinn. Die Arbeiten werden nicht nur schnell, sondern auch gründlich, sauber und trotz des Tempos wohl überlegt erledigt und man merkt von vorne bis hinten, dass das Projekt allen am Herzen liegt. Während die Zimmerarbeiten also die Pfingstpause angetreten hatten, war unser Heizungs- und Sanitärinstallateur fleißig dabei, Lüftungsschläuche weiter zu verlegen, Lüftungsverteiler einzubauen, Kanalrohre zu verlegen und das Abgasrohr für die Heizung auf den Dachboden zu legen. Eigentlich sollte am Freitag Material für die kommende Woche geliefert werden. Netterweise hat sich unser Nachbar bereit erklärt die Lieferung anzunehmen – doof nur, wenn dann niemand kommt. Um 15 Uhr rief ich dann mal bei der Firma an – offensichtlich gab es einen kleinen Unfall und es kläre sich noch, ob das Material geliefert werden könne oder nicht. Falls die Lieferung noch käme, würde man sich bei unserem Nachbarn melden – der aber eigentlich nur bis 16 Uhr Zeit hatte. Die Firma meldete sich nicht mehr bei unserem Nachbarn, stand aber um 18 Uhr plötzlich vor der Tür. Glücklicherweise war unser Nachbar zufällig doch schon zu Hause und konnte die Lieferung annehmen…

Am Samstag wollte ich mich daran machen die Löcher für Schalter und Steckdosen zu bohren, die ich zunächst erst einmal anzeichnen musste. Der Forstnerbohrer war in der Zwischenzeit angekommen und Herr Hoock hatte mir eine Getriebebohrmaschine dagelassen, so dass ich eigentlich gut ausgerüstet war. Ich war die ersten zwei bis drei Stunden damit beschäftigt mir eine Schablone zu basteln, die Dosen anzuzeichnen und mit einem dünnen Holzbohrer vorzubohren. Dann wollte ich endlich den Forstner-Bohrer einsetzen und schauen, ob der seine stolzen 55 Euro auf Wert ist. Die ersten 10 Löcher klappten gut – dann aber stieß ich auf Metall und der Bohrer verabschiedete sich…

Unser Baustellenleiter gab mir telefonisch den Tipp den Bohrer mit einer Feile zu schleifen, was aber nicht erfolgreich war. Montag versuchte ich es mit einem per Flex noch einmal geschärften Bohrer, was aber weiter erfolglos blieb. Also musste ich wohl leider aufgeben. Schade, ich hatte mich eigentlich darauf gefreut die Kabel zu verlegen! Das hat dann stattdessen unser Elektriker heute erledigt, denn glücklicherweise hatte Herr Hoock den Bohrer wieder hinbekommen – leider war dafür dann heute die Getriebebohrmaschine hin. Trotzdem liegt ein Großteil der Leitungen! Unsere Zimmerleute werden diese Woche in erster Linie mit der Montage von Dämmung, Fassadenunterkonstruktion und Fassade beschäftigt sein. Es bleibt spannend!

 

Tag 9 bis 11: weiter geht’s

Die letzte Woche war bestimmt von bestem Wetter; sonnig, wolkenlos, Temperaturen über 20°C, die uns dazu veranlassten am Himmelfahrtswochenende die erste Radtour zum Grundstück zu unternehmen – einmal mehr haben wir realisiert, wie schön die Gegend ist, in die wir bald ziehen werden!  Nach der viertägigen Pause, die sich die fleißigen Monteure mehr als verdient hatten, ging es am Montag im gleichen Tempo weiter, wie es vor der Pause aufgehört hatte: die Gewerke gaben sich die Klinke in die Hand. Die diversen Handwerker nahmen Aufmaß und planten die finalen Leitungsverläufe. Währenddessen montierten die Zimmerer die restlichen Dachsparren und  die Unterkonstruktionen für die Holzfaserdämmung.

Dienstag gab es einen zweiten Termin mit dem Elektro-Installateur, der mit mir Positionen von Schaltern und Steckdosen einzeichnete. Der Plan ist, dass ich die Öffnungen für die holzwandgeeigneten Dosen selber bohre und auch einen Teil der Leitungen verlege. Aus dem Grund gingen wir alle Positionen durch und zeichneten an, wo was hin soll. Da unsere Innenwände nicht verschalt werden, müssen die Leitungen über Fußböden, Nuten in den Türöffnungen oder eben die Außenwand gelegt werden. Der Elektriker hat daher auch schon einen Teil der Leitungen im OG gelegt, die über die Außenwände verlegt werden, weil ab morgen mit der Dämmung begonnen wird.

Ein Problem ergab sich dann doch: da für das Bohren der Dosen-Löcher keine Lochfräse verwendet werden kann (wie sollte man das massive Holz schließlich aus der Öffnung stemmen?), benötigen wir einen Forstner-Bohrer mit 68mm Durchmesser. Der eigentlich eingeplante Bohrer stellte sich aber als ein 60mm Bohrer heraus, so dass wir erst einmal alle möglichen Anlaufstellen abklapperten. Die Monteure und der Elektriker riefen alle möglichen Kontakte an; vom Baumarkt bis Holzbau-Ausstatter und Kollegen aus der Gegend – leider erfolglos. Letzten Endes fand ich einen Versand, der die Lieferung zum nächsten Werktag versprach. Der Bohrer wurde heute versendet, vielleicht schafft er es tatsächlich bis morgen auf die Baustelle. Morgen werde ich dann die Position der Steckdosen einzeichnen und übermorgen beginnen die Löcher zu bohren.

Während wir den Verlauf der Elektrik planten, waren die Zimmerleute mit dem Ausschneiden der Öffnungen für die Dachflächenfenster auf der Ostseite beschäftigt – und plötzlich ist der Flur im OG hell!

Nebenbei wurde noch die am Montag gefasste Planung für die Leitungsverläufe von Heizung und Sanitär Dank unseres in allen Bereichen des Baus kompetenten Chef-Monteurs über den Haufen geworfen: ursprünglich war die Leitungsführung so geplant, dass das Abgasrohr für die Gastherme die Wand zur Küche durchläuft, um dann über die hintere Ecke des oben liegenden Badezimmer auf das Dach zu laufen. Die Lüftungsrohre sollten durch einen Kasten zwischen HWR und Treppe versteckt werden, in den Küchenblock laufen und von dort aus OG und Wohnzimmer ansteuern. Unser Chef-Monteur schlug stattdessen vor die Leitungen über die (später dann im Haus einzige abgehängte) Decke des Gäste-WCs neben dem HWR nach oben führen zu lassen. Zwar steht dort nur ein sehr schmaler Bereich im Bad an der Wand zum Flur zur Verfügung – dort ist aber sowieso eine Vorsatzschale geplant. Statt Kästen und Rohren im Wohn-/Kochbereich wurde nun heute die Decke zwischen Gäste-WC und Bad durchbrochen und die Rohre nach oben geführt. Die Rohre für das Wohnzimmer werden im Fußbodenaufbau verlegt. Hierfür werden spezielle ovale Rohre verwendet:

Zudem hat das grandiose Zimmerer-Team begonnen die Dachflächenfenster auf der Westseite auszuschneiden – was für ein Unterfangen! Das sah nicht nur sehr spektakulär, sondern auch ganz schön gefährlich aus. Gut, dass die Zimmerleute so strukturiert und überlegt vorgehen…

Tag 8: Unterkonstruktion und Fenster

Vor dem langen Himmelfahrtswochenende wurden gestern noch (bis auf fünf Dachfenster mit Vertikalelement) die verbleibenden Fenster eingebaut: das Eckfenster im HWR, das 4m lange Lichtband auf Fußbodenhöhe im OG und die Festverglasung neben der Haustür. Zudem haben die Zimmermänner mit der Montage der Unterkonstruktion für die Dämmung auf der Westseite und mit den Dachsparren auf der Ostseite begonnen. Nach 8 Tagen Montage-Marathon haben sich die Vier nun erst einmal eine 4tägige Pause verdient; danach geht es weiter mit Unterkonstruktion, Dämmung und Außenschalung. Montag kommen zudem Tischler, Spengler, Sanitär- und Elektroinstallateur, um Aufmaß zu nehmen und die Installationsarbeiten zu planen.

Tag 6 und 7

Nach dem sonnigen Tag Baupause war gestern der erste regenfreie Montage-Tag. Das hat die Handwerker offensichtlich so beflügelt, dass sie bis zum späten Abend (22.30) Zwischendecke, Giebelwände und Dach montiert hatten. Heute kam dann noch einmal der Fensterbauer, um die Haustür und einige Fenster einzubauen. Und plötzlich sieht es schon so richtig nach Haus aus!

 

Baustellenpause am Sonntag

Heute hatten wir mal richtig Zeit und Gelegenheit uns überall frei zu bewegen und dabei nicht irgendwem im Weg zu stehen. Außerdem war heute der erste regenfreie Tag seit einer Woche. Nachdem wir gestern weg waren haben die Zimmerer noch das Obergeschoss fast vollständig fertig bekommen. Jetzt fehlen nur noch die Trennwände zwischen den Kinderzimmern und dem Bad, die Zwischendecke zum Spitzboden (über Kinderzimmern und Bad) und die äußeren Giebelwände – danach kann dann auch schon das Dach aufgesetzt werden. Somit sind wir super im Zeitplan; der sah eigentlich vor, dass der Rohbau Mittwochabend steht, nun wird es wohl schon morgen Abend soweit sein.

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Tag 5: das Obergeschoss

Gestern waren zeitweise 17 Leute auf der Baustelle, von denen aber nur 3 gearbeitet haben. Das Wetter war etwas besser als an den vorherigen Tagen und die Zimmerleute haben fast das gesamte Obergeschoss fertigbekommen. Als wir die Baustelle um 16 Uhr verließen standen bereits die inneren Giebelwände und die Trennwände für das Musik- und die Kinderzimmer.