Kleinvieh ist Großvieh: Tischlerarbeiten und Endmontage

Das Kleinvieh „Tischlerarbeiten“ wurde regelrecht zum Großvieh, denn neben den bereits beschriebenen Schönheitskorrekturen mehrten sich die Arbeiten, die unser Möbeltischler Bobek aus Bassum noch zu übernehmen hatte.

Badverkleidung und Sanitär-Endmontage

Anstelle von Fliesen haben wir uns in unseren Bädern zur Verwendung von HPL-Platten von Resopal entschieden. Der Vorteil: die fugenlose Oberfläche verringert den Reinigungsaufwand und sieht – zumindest unserer Meinung nach – viel netter aus, als die konventionelle Fliesen-Lösung. Der Nachteil: äääh… da fällt mir tatsächlich gerade nichts ein. Die Platten waren sehr schnell installiert (im EG ca. zwei Stunden und im OG ca. drei Stunden) und wir wussten sofort, dass wir uns richtig entschieden hatten. Tolles Material!

Als die Platten installiert waren, konnte unsere Sanitärfirma endlich die Sanitärobjekte installieren (und ganz nebenbei übrigens noch die Lüftungsanlage fertigstellen). Leider waren die eigentlich bestellten Waschbecken noch nicht lieferbar (uns wurden Provisorien installiert, die bei Eintreffen der richtigen Becken ausgetauscht werden). Auch die Duschkabine im OG musste etwas angepasst werden und wurde deshalb erst nach Einzug eingebaut.

Fußbodenleisten

Eigentlich waren als Fußbodenleisten ähnlich wie bei den Fenstern Multiplex-Leisten mit HPL-Beschichtung geplant. Wir haben uns dann aber aus Kosten- und Zeitgründen dagegen entschieden und einfache Fichtenleisten einbauen lassen. Es fehlen noch ein paar, der Großteil wurde aber relativ fix installiert.

Treppe, Türen und Verkleidung der Dachfenster

Stilbruch Buche? Die Treppe wurde mit Multiplex-Platten in einer ungewöhnlichen Buchenoptik verkleidet, die den Eindruck erweckt, als würde sie fließen. Zwar fand Buche bislang noch keine Verwendung, aber die Streifen nehmen die überall (Multiplex, Einbauten, Türrahmen) sichtbare Schichtoptik auf. Apropos Türrahmen: auch die Türen sind nach und nach eingebaut worden. Zudem wurden die Dachfenster im OG mit ihren Laibungen versehen.

Küche

Die Küche war worauf wir uns die ganze Zeit am meisten gefreut hatten; tatsächlich war sie Ende August größtenteils montiert. Die finalen Arbeiten zögerten sich dann aber letzten Endes so lange hinaus, dass die armen Monteure am Tag unseres Einzugs trotz Wochenendes noch einmal erscheinen und die Küche größtenteils fertigstellen mussten – ein paar Kleinigkeiten (wie der Müllauszug und zwei Türen) wurden noch nach Einzug fertiggestellt. Wir sind von unserer von unserem Architekten entworfenen Tischlerküche sehr begeistert; sie war im Vergleich zu einer Küchenstudioküche nicht nur sehr günstig, sie ist auch sehr gut durchdacht, bietet wirklich viel Stauraum und ist einfach gemütlich…

 

KLEINVIEH MACHT DEN GRÖSSTEN MIST (TEIL II): Schönheitskorrekturen

Ein weiterer unterschätzter Kleinvieh-Kandidat war der Posten der Schönheitskorrekturen, die noch so anstanden. Ich musste beispielsweise noch einige Stellen an der Außenfassade schwarz streichen, an denen die Naturfarbe der Lärche durch kam (Schnittkanten, Blenden).

Dann mussten an allen Stellen, an denen Holzplatten sichtbar endeten Stirnbretter gesetzt werden. Dies wurde von unserem Tischler erledigt, dessen Leute an den entsprechenden Stellen 2cm dicke Fichtenbretter aufgeleimt haben. Im Obergeschoss gab es eine leichte Ungenauigkeit bei der Treppe;  die Brüstung endete ca. 25cm vor dem Ende der letzten Treppenstufe, so dass eine entsprechend große Lücke im Estrich und Linoleum entstand. Hier wurde vom Tischler die Brüstung verlängert und ebenfalls mit einem Stirnbrett versehen.

Die wohl größte und zeitaufwändigste Korrektur hatte Ausmaße eines mittelgroßen Dilemmas: als unser Fensterbauer die Windfangtür einbauen wollte, bohrten seine Leute in den Fußboden – und somit in die Fußbodenheizung. Glücklicherweise war unser Heizungsbauer gerade vor Ort, der das Leck sofort reparieren konnte. Die Folge: ein ausgeschnittenes Quadrat in Linoleum und Estrich… Unser Bodenleger musste also kurzfristig in der Woche vor unserem Einzug und vor Einpflege des Bodens eine ganze Bahn Linoleum austauschen, Schnellestrich einsetzen und anschließend eine neue Bahn Linoleum verlegen; die Windfangtür musste aber ja auch noch rein. Dienstag und Mittwoch wurde also der Linoleum repariert, ab Mittwoch Mittag die Tür eingesetzt und am Donnerstag eingepflegt. Und Samstag war dann der Umzug… was für ein Timing!