Einzug!

Am 1.10. sind wir eingezogen, inzwischen wohnen wir einen guten Monat in unserem Haus und fühlen uns unglaublich wohl. Auch wenn lange noch nicht alles fertig ist und wir noch viel zu tun haben, ist es großartig endlich hier zu sein. Jetzt wächst erst einmal Stück für Stück der Innen- und der Außenraum und wir sind gespannt wie es weitergeht.

Und es ward: Linoleum!

Eigentlich sollte am 4.8. mit dem Verlegen des Bodens begonnen werden. Es stellte sich dann allerdings heraus, dass vorher die Fußbodenheizung 24 Stunden lang auf 30°C gelaufen sein muss. Blöderweise war der Heizungsinstallateur noch bis zum 5.8. im Urlaub, kümmerte sich dann aber direkt in der neuen Woche um die Installation des Gaszählers. Am Mittwoch wurde dann die Funktionskontrolle der Heizung durchgeführt und am Donnerstag konnte mit dem Verlegen des Linoleums begonnen werden.  Erstaunlicherweise ging es dann aber fast eine Woche schneller als ursprünglich gedacht.

Bei einer Begehung kurz vor Beginn der Arbeiten bemerkte der Raumausstatter, dass der Trockenestrich an einigen Stellen zu viel Spiel hatte. Außerdem waren die Platten durch leichte Unebenheiten zwischen den Heizungsrohren nicht immer exakt bündig. Aus diesem Grund wurde für das Verspachteln ein spezieller Gewebespachtel verwendet. In besonders hartnäckigen Fällen wurden zudem kleine Gittermatten mit eingespachtelt. Der Boden wurde grundiert, zwei Mal gespachtelt und geschliffen, anschließend gesaugt und mit dem Linoleumkleber versehen. Inzwischen liegt der Linoleum, die Nähe sind verschweißt – und wir sind froh über die Auswahl!

Außenbereich

…während ich mich drinnen mit dem Trockenestrich vergnügte, fuhr die mit den Erdarbeiten betraute Firma damit fort, das Grundstück zu ebnen, die Baustraße auszubauen, Mutterboden aufzufüllen, Kantensteine zu setzen und mit der Pflasterung für Wege, Auffahrt und Terrassen zu beginnen. Dabei vergaßen die Bauarbeiter allerdings, dass sie vor einiger Zeit den Messfehler verzapft hatten und wunderten sich, als sie mit den letzten zwei Steinreihen vor der Terrasse dann plötzlich zu weit oben herauskamen und man bei Fortführung der Pflasterung plötzlich ca, 40 cm vor der Holzterrasse eine 5cm hohe Schwelle gehabt hätte…

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Die Firma bat uns an auf eigene Kosten flachere schwarz geflammte Granitplatten oder schwarz geflammte Klinkersteine einzusetzen – was natürlich (in Anbetracht des dreifachen Materialwechsels) reichlich merkwürdig ausgesehen hätte. Zusammen mit unserem Zimmerer Herrn Hoock entschiedenen wir daher, dass die Holzterrasse einfach verbreitert wird. Darüber hatten wir schon vorher nachgedacht, so dass dies ein guter Kompromiss für uns war.

Als kompliziert stellte sich auch die Pflasterung der Einfahrt heraus: auf den Plänen verlief die Pflasterung bis zur Grundstücksgrenze. Die Mitarbeiter der Firma schlugen aber vor, die Pflasterung bis zur Straße vorzuziehen, da zwischen Grundstücksgrenze und Straße gut 1,5m liegen. Auf meine Frage, ob dies zu empfehlen sei, verwies der Polier darauf, dass die Nachbargrundstücke das alle so gemacht hätten und das natürlich praktisch sei. Ich stimmte also zu, dachte aber nicht weiter darüber nach, da ich mich parallel um andere Dinge kümmern musste. Später machte mich dann allerdings Herr Hoock darauf aufmerksam, dass durch die Verlängerung der beiden Außenlinien (die durch eine schräg verlaufende Linie verbunden sind) nur noch knappe 1,5m Auffahrfläche übrig geblieben wären. Also ruderte die Firma zurück und hielt sich doch wie vorgesehen an den Plan, wollte diese extra Zeit aber später in einem Arbeitszeit-Protokoll abzeichnen lassen, um sie in Rechnung zu stellen. Damit war ich nicht einverstanden, weil ich der Planänderung nur auf Anraten des Poliers zugestimmt hatte. Der Punkt wurde letzten Endes vom Protokoll gestrichen…

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Trotz ein paar kleiner Fehler (zB zu nah an die Fassade heranreichende Kantensteine), die letzten Endes aber korrigiert wurden, hat der Rest dieser Arbeiten relativ reibungslos geklappt.

Eine weitere Herausforderung war noch der Untergrund für den Schuppen, der sich an die anschließt. Die Auffahrt sollte ein Gefälle zur Straße und gleichzeitig zur Westseite aufweisen. Der Schuppen dagegen sollte nur zur Westseite abfallen. Bevor die Pflasterung begann, sollte ich eigentlich noch die östliche Grundstückseite von den (bereits drei Mal herumgetragenen) Holzresten befreien, was einen ganzen Tag Arbeit bedeutet hätte. In Anbetracht des Zeitdrucks (der Trockenestrich musste schließlich fertig werden), entschieden wir uns dazu, das Holz nicht zu versetzen.

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Dies bedeutet, dass nun irgendwann später Mutterboden via Schubkarre hin- und hergeschoben wird – vermutlich wird das nicht weniger zeitintensiv werden, als das Tragen des Holzes gewesen wäre; aber dann gibt es auch keinen Zeitdruck mehr was die Fertigstellung des Trockenestrichs angeht!

 

Schalter und Steckdosen

…tja, welche Schalter und Steckdosen passen denn nun in unser schönes Holzhaus? Schwierige Frage. Irgendwie passten uns die typischen Gira- und Jung-Modelle nicht so sonderlich:

Und was ist mit der Farbe? Sollen sie zu den schwarzen Laibungen oder eher zum lichtgrauen Fußboden passen? Oder doch einfach nur reinweiß sein? Nach langem hin und her und ausgedehnter Internet-Recherche entschieden wir uns für die Schalterserie R1 von Berker. Was die Farbe anging hörten wir auf den Tipp unseres Elektrikers keine schwarzen Schalter zu nehmen, um sie nicht zu sehr in Szene zu setzen. Schalter sind halt Schalter… Preislich kaum anders als die Variante von Jung fanden wir, dass die runden Formen einen ganz schönen Kontrast zu den sonst geraden Linien bilden. Auf die Nachfrage unseres Zimmermanns an den Elektriker, warum diese schicken Schalter eigentlich ursprünglich gar nicht mit zur Auswahl standen: „die sind in Norddeutschland nicht so üblich, da nimmt man eher Jung oder Gira“. …alles richtig gemacht würde ich sagen!

Fußbodenheizung und Trockenestrich, die 129.

Je öfter ich „Fußbodenheizung und Trockenestrich“ in einem Atemzug nenne, desto mehr bekomme ich das Gefühl einer sich merkwürdig in den Vordergrund drängenden Wortsymbiose. Aber es hilft ja nichts! Im Erdgeschoss wurde die Fußbodenheizung Stück für Stück fertig  verlegt, so dass ich zum Ende der ersten Juliwoche mit dem Trockenestrich in Wohnzimmer und Küche fortfahren konnte und pünktlich zum 31.7. fertig wurde – Juhu! Im Anschluss vergnügte ich mich dann mit Maurerkübeln voller Trockenestrich-Resten, die ich in drei Fuhren zur Mülldeponie fuhr. Dies war geknüpft an ein fleißiges Großreinemachen, damit die Firma, die mit dem Verlegen des Linoleums betraut war, Anfang August loslegen konnte.

Platz schaffen deluxe durch Möbelbau…

Im Anschluss an das Setzen der Winkelstützen wollte eigentlich die für die Erdarbeiten zuständige Firma mit den Pflasterarbeiten beginnen. Allerdings war das Grundstück noch nicht ganz von Holzresten befreit. So hatten sich die Zimmerleute um Herrn Hoock z.B. einen beeindruckend langen Sägetisch gezimmert, ein 6m langes Reststück der Bodenplatte zierte den zukünftigen Garten und überall standen mehr oder weniger große Plattenreste herum.

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Die mussten einerseits weg, andererseits sollten sie aber auch nicht einfach zersäbelt und entsorgt werden – dafür waren sie einfach zu schade. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen? Wir hatten schon länger damit geliebäugelt  Möbel aus den Holzresten zu bauen. Und so kam es dann auch: der Rest der Bodenplatte wurde eine 4,50m lange Sitzbank, die in unseren Flur kam und durch die Hauswand angeschraubt wurde. Die anderen Platten wurden zu einem Esstisch, zwei Hochbetten, insgesamt 4 Arbeitsplatten für das Musikzimmer und den HWR, zu einer Schreibtischplatte, zu einer TV-Bank, zu 3 Regalen und zu einer Mini-Sitzbank. Was ich mich im Nachhinein frage: wie haben wir das eigentlich alles reinbekommen?!?!

…es sind immer noch weitere Reste übrig, mal sehen, was daraus noch alles wird!

Versorgungsanschlüsse

So, nach 6 Wochen muss ich den Blog dringend mal wieder auf den neusten Stand bringen.

Anfang Juli kamen unsere Versorgungsanschlüsse, die von der Tiefbaufirma Hoth gelegt wurden. Interessant war, dass uns als Termin für das Legen der Versorgungsleitungen Montag, der 4.7. mitgeteilt wurde und ich entsprechend ab 7.30 auf der Baustelle war, um die Tiefbau-Firma nicht zu verpassen. Diese kam dann aber erst gegen 12 Uhr (ich nutzte die Zeit, um mal wieder einen Stapel Holz von links nach rechts zu tragen, was für ein Spaß). Erstaunlich war aber, dass die Firma gut 2 Stunden später mit allem durch war, obwohl sie erst einmal ein tiefes Loch in unserem Hausanschlussraum graben mussten.

Es hat also alles recht reibungslos geklappt; im Vorfeld gab es einige Bedenken, ob die Gasleitung gerade aus dem Haus heraus geführt werden kann, was dann aber letzten Endes kein Problem war. Allerdings frage ich mich, wieso Tiefbauunternehmen, Stadtwerke und sonstige Beteiligte immer davon ausgehen, dass private Bauherren immer komplett mit allen internen Abläufen vertraut sind, die anscheinend von Firma zu Firma und Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich gehandhabt werden. So wurde mit dem Setzen der Stromzuführung der Baustromzähler entfernt – aber… woher nehmen wir denn dann den Baustrom? Glücklicherweise durften wir bei unserem netten und stets entspannten Nachbarn ein bisschen Strom abzwacken, so dass wir überbrücken konnten. Uns wurde gesagt, unser Elektriker solle die Fertigstellung an die Stadtwerke melden und dann könne der Zähler direkt gesetzt werden. Gesagt, getan, Firma Rundi faxte noch am Montag Nachmittag die Fertigstellung an die Stadtwerke und bat um einen Termin am Mittwoch. Zurück kam die Nachricht „Termin wird gestrichen; Rechnung wurde nicht bezahlt“. Als mir unser Elektriker diese Rückmeldung kommunizierte war ich erst einmal ein bisschen verwundert – welche Rechnung denn bitte? Wir  haben von den Stadtwerken doch gar nichts bekommen? Es war natürlich nach 16 Uhr, so dass man auch niemanden mehr bei den Stadtwerken erreichen konnte. Also schrieb ich eine Mail, die dann auch direkt am nächsten Morgen um 6.30 Uhr beantwortet wurde: offensichtlich war auf dem Angebot zur Erstellung der Versorgungsleitungen, das ich Anfang Februar (!) erhielt, vermerkt, dass der Angebotspreis vor Zählersetzung bezahlt werden müsse. Aber… woher weiß man als Normalverbraucher, wann Zählersetzung ist? Und ist es nicht auch relativ klar, dass man einen entsprechend diffusen (weil wenig greifbaren) Zahlungshinweis nach fast einem halben Jahr nicht mehr auf dem Schirm hat? Nun ja… diesen Hinweis gab ich auch direkt an die Stadtwerke weiter, überwies den Betrag fix und erhielt dann doch noch eine Terminzusage für den besagten Mittwoch; und das ging dann auch alles recht schnell von der Hand.

Tag 28 bis 47

In letzter Zeit bin ich auf der Baustelle selbst mal ein bisschen aktiv geworden, so dass es nun schon drei Wochen kein Update mehr gab; entsprechend gibt es viel zu berichten:

Am 29. Tag unseres Bauprojektes erlebte meine Eigenleistung ein kleines Revival (nachdem das Setzen der Löcher mit dem Forstnerbohrer ja ein schnelles Ende hatte…) und ich machte mich an das Verlegen des Trockenestrichs. Der Trockenestrich wurde auf insgesamt 6 doppelten Paletten (also 2x 30 Platten) geliefert (hier schon zur Hälfte ins Haus verfrachtet…).

Da der Trockenestrich nicht nass werden sollte, muss man sofort die gesamte Menge ins Haus tragen, wenn man erst einmal eine Charge geöffnet hat… Nachdem ich die Platten zunächst auf dem Boden sitzend in Stücke geschnitten hatte, gab Herr Hoock mir den Tipp zwei Böcke zu kaufen und mir einen vernünftigen Arbeitsplatz einzurichten; guter Tipp, ab dem zweiten Zimmer ging die Arbeit deutlich schneller und auch rückenschonender von der Hand.

Die Platten lassen sich gut handhaben, da sie  150cm breit und 55cm tief und somit auch nicht zu schwer sind. Die Platten werden schwimmend auf der Fußbodenheizung verlegt, an Nut und Feder mit einem PU-Kleber verklebt und anschließend verschraubt. Leider waren nicht alle Paletten so gut verpackt; durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen, sind zwei Chargen nass geworden. An einer Stelle drang die Feuchtigkeit unter die Schutzfolie und durchnässte die jeweils untere rechte Ecke der Platten. Infolgedessen brach bei einigen Platten die Ecke ab. Insgesamt blieb der Schaden aber überschaubar.

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Stück für Stück habe ich den Trockenestrich in Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flur verlegt, heute kam noch das zweite Kinderzimmer und das Bad hinzu.

Unser Zimmermann Herr Hoock war bis Ende letzter Woche mit vielen kleinen Detailarbeiten beschäftigt; so wurde unter anderem die Terrassendielen verlegt und die Fassade für den Südgiebel angebracht. Außerdem wurden alle Elemente, die von den Spenglern verblecht werden sollten, mit einer Lage OSB versehen.

Die mit Möbel- und Innenausbau betraute Tischler-Firma Bobek aus Bassum brachte in der Zwischenzeit die Fensterlaibungen aus HPL an.

Da HPL (aus Papier und Melaminharz) wasserdicht ist, hatte Herr Hoock die Idee das Material im Bad zu verwenden, um nicht auf Fliesen angewiesen zu sein. Herr Bobek kam daraufhin auf die Baustelle, nahm Aufmaß und machte uns ein Angebot für eine Bad-Auskleidung aus dem Material. Da es keinen merkbaren preislichen Unterschied zu den Fliesen gibt, werden wir uns tatsächlich für die Resopal-Platten im Bad entscheiden.

Anfang Juni hat unser Elektriker die gesamte Roh-Installation abgeschlossen und dafür spezielle Hohlwanddosen für Massivholz verbaut. Außerdem hat er den Schalterschrank von Hager eingesetzt. Hierfür musste aus Brandschutzgründen noch eine Lage Fermacell unter dem Schalterschrank angebracht werden:

Eine unangenehme Überraschung gab es dann aber doch zur Abwechslung mal: kurz nach der ersten Begehung des Elektrikers, in der die Position der Schalter und Steckdosen festgelegt wurden, ist dieser krank geworden und wir erhielten im Vorfeld kein Angebot mehr über die zu erwartenden Kosten. Da die Zimmerleute die Fassade schließen wollten und ein Großteil der Leitungen in der Dämmung verlegt wurden, musste die Installation trotzdem zeitnah durchgeführt werden. Unser Elektriker beauftragte deshalb mit Frank Bergelt einen sehr kompetenten Ersatz, der die Arbeiten schnell und gewissenhaft erledigte; allerdings nach wie vor, ohne dass wir eine konkrete Preisvorstellung gehabt hätten. Die Überraschung kam dann letzte Woche in Form eines Angebots mit einer sehr hohen Gesamthöhe, die wir so nicht erwartet hatten. Dies hatte nichts mit dem Sub-Unternehmer oder den bislang geleisteten Arbeiten zu tun, sondern mit der Tatsache, dass der Kostenrahmen im Vorfeld nicht abgesteckt wurde. Während unser Architekt für alle anderen Gewerke sehr genaue Angebote eingeholt hatte, waren wir bei der Elektroinstallation etwas nachlässiger – das war ein Fehler. Ein genauerer Blick auf das Angebot offenbarte dann auch einen der Gründe für den hohen Preis: enthalten sind 24 Brandschutzschalter von Siemens, die Brutto bei 120 EUR pro Stück liegen. Mit Veröffentlichung der DIN VDE 0100-420 wird die Installation des Brandschutzschalters u.a. für Holzhäuser verpflichtend.  Es gibt allerdings eine Übergangsfrist bis zum 18.12.2017 – ich werde also versuchen zu klären, ob die Verwendung dieser Schalter (vor allem in dieser Anzahl) wirklich notwendig ist.

Unser Sanitärinstallateur machte derweil mit der Fußbodenheizung weiter, die bis zum 17.6. im OG vollständig verlegt war. Im Bad wurden zudem Dusch- und Badewanne eingebaut, nachdem Herr Hoock die Vorwand für die Sanitär-Installationen gebaut hatte (erst eine Lage OSB, dann eine Lage Fermacell).

In den letzten Tagen wurde die Lüftungsanlage eingebaut und die Rohrleitungen für die Küche vorbereitet. Auch Warmwasserspeicher und Gastherme sind inzwischen da und zumindest teilweise auch schon eingebaut. Nächste Woche werden die Versorgungsanschlüsse ins Haus gelegt, anschließend werden Sanitär-Installationen im Gästebad und die Fußbodenheizung im EG verlegt.

 

Seit Dienstag ist nun auch das Baugerüst weg, nachdem die Spengler vor einer Woche fertig geworden sind. Sie haben nicht nur das Dach mit Prefa-Scharen gedeckt, sondern auch die Abdichtung von Balkon und Terrasse, Eingangsschwelle und Terrassen-Austritt vorgenommen. Zudem wurden zwei Speier und eine Abflussrinne am Balkon angebracht und die Eckanschlüsse verkleidet. Obwohl wir ganz froh sind, dass wir das Blech nicht als Fassadenmaterial verwendet haben, sind wir mit dem Material wirklich sehr zufrieden. Es wurde sehr sauber verarbeitet und sieht in Kombination mit dem Holz sehr gut aus.

Dank des leicht abfallenden Bodenreliefs ergibt sich zur Westseite unseres Grundstück eine Abflusskante, die durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen sehr stark beansprucht wurde. Teilweise floss das Wasser fast sturzbachartig auf das Nachbargrundstück und schwemmte zudem Sand auf den Weg zwischen Grundstücksgrenze und Hauswand des Nachbarhauses. Das Wasser stand ca 20cm. Wir hatten uns schon im Vorfeld entschieden, dass wir  Winkelstützen an der Grundstücksgrenze einsetzen lassen würden, doch das war nun eine eindrucksvolle Demonstration über die tatsächliche Notwendigkeit der Stützen. Zur Überbrückung versuchte ich die Lücken im  Zaun provisorisch mit Holz zu füllen (natürlich nicht erfolgreich), unser Nachbar hatte dann die gute Idee dem Wasser ein paar Wege zu graben und einen kleinen Wall aufzuschütten. Das half dann erst einmal…

Anfang dieser Woche kamen dann die Winkelstützen; was erst einmal erforderte, dass ich das gesamte auf dieser Grundstücksseite gelagerte Material händisch von einer Seite auf die andere schleppte. Dank der Hilfe meines Bruders beim Tragen des Trockenestrichs, dauerte es dann insgesamt nur 8 Stunden… am nächsten Tag kamen die Arbeiter von DSB und begannen mit dem Aushub der Erde. Gestern hatten sie dann bis auf zwei  alle Winkelstützen eingesetzt.

 

Tag 18 bis 27

In den letzten 9 Tagen ist wieder eine ganze Menge gemacht worden, ich bin gar nicht mehr dazu gekommen regelmäßig zu berichten. Ich gehe mal nicht chronologisch, sondern nach Gewerken vor:

Die Zimmerarbeiten gehen nach wie vor sehr schnell voran. Neben einer ganzen Menge immer wieder anstehender Arbeiten im Innenbereich (wie das Sägen von Leitungsdurchbrüchen oder das Senken von Steckdosenlöchern) wurden im Außenbereich die Holzfaserdämmung, eine diffusionsoffene Folie, Unterkonstruktion und Konterlattung für die Fassade angebracht – ab dem 18.05. zunächst einmal wieder zu viert. Zwischendurch feierten wir am 20.05. ein kleines Richtfest und am Tag darauf wurde im Zweier-Gespann mit der Montage der Fassade begonnen. Seit Anfang dieser Woche sind die Zimmerer zu Zweit.

Der Elektriker von der Firma Rundi hat ebenfalls ein beachtliches Tempo an den Tag gelegt und innerhalb der letzten 9 Tage alle Leitungen gelegt, die Temperaturfühler eingesetzt und den Stromverteilerkasten installiert vorbereitet. Für die Steuerung unserer Fußbodenheizung werden wir ein App-gesteuertes System nutzen, so dass lediglich Temperaturfühler und keine Drehthermostate eingesetzt werden müssen.

Nachdem unsere Sanitärfirma Brüning die Arbeiten an der Lüftungsanlage abgeschlossen hatte, wurden in den letzten Tagen alle Leitungen für Wasser und Abwasser, Sanitär-Vorinstallationen und die Verteilungskästen für die Fußbodenheizung installiert. Außerdem wurde im Schlafzimmer und einem der Kinderzimmer bereits die Fußbodenheizung ausgelegt. Ich hatte dann gestern das Vergnügen den Trockenestrich in diese beiden Zimmer zu tragen und provisorisch auszulegen um die Fußbodenheizung zu schützen. Montag werde ich damit beginnen den Trockenestrich zu verlegen.

Außerdem war unser Spengler JWD inzwischen da um unsere Dachflächenfenster einzusetzen. Leider wurden die falschen bestellt, so dass er unverrichteter Dinge wieder abfuhr. Die neuen sind bestellt und kommen voraussichtlich Freitag oder Montag an. Die Spengler haben dafür mit den ersten Verblechungen an den auskragenden Fenstern begonnen (die zuvor von den Zimmerleuten aufgedoppelt wurden), Fensterlaibungen eingesetzt, Balkon und Terrasse abgedichtet und eine Rinne mit Speier am Giebel zur Südseite eingebaut. Für die Verblechungen wird Winkelstehfalz (Prefa P.10) in Farbaluminum (anthrazit) verwendet.