Einzug!

Am 1.10. sind wir eingezogen, inzwischen wohnen wir einen guten Monat in unserem Haus und fühlen uns unglaublich wohl. Auch wenn lange noch nicht alles fertig ist und wir noch viel zu tun haben, ist es großartig endlich hier zu sein. Jetzt wächst erst einmal Stück für Stück der Innen- und der Außenraum und wir sind gespannt wie es weitergeht.

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Kleinvieh ist Großvieh: Tischlerarbeiten und Endmontage

Das Kleinvieh „Tischlerarbeiten“ wurde regelrecht zum Großvieh, denn neben den bereits beschriebenen Schönheitskorrekturen mehrten sich die Arbeiten, die unser Möbeltischler Bobek aus Bassum noch zu übernehmen hatte.

Badverkleidung und Sanitär-Endmontage

Anstelle von Fliesen haben wir uns in unseren Bädern zur Verwendung von HPL-Platten von Resopal entschieden. Der Vorteil: die fugenlose Oberfläche verringert den Reinigungsaufwand und sieht – zumindest unserer Meinung nach – viel netter aus, als die konventionelle Fliesen-Lösung. Der Nachteil: äääh… da fällt mir tatsächlich gerade nichts ein. Die Platten waren sehr schnell installiert (im EG ca. zwei Stunden und im OG ca. drei Stunden) und wir wussten sofort, dass wir uns richtig entschieden hatten. Tolles Material!

Als die Platten installiert waren, konnte unsere Sanitärfirma endlich die Sanitärobjekte installieren (und ganz nebenbei übrigens noch die Lüftungsanlage fertigstellen). Leider waren die eigentlich bestellten Waschbecken noch nicht lieferbar (uns wurden Provisorien installiert, die bei Eintreffen der richtigen Becken ausgetauscht werden). Auch die Duschkabine im OG musste etwas angepasst werden und wurde deshalb erst nach Einzug eingebaut.

Fußbodenleisten

Eigentlich waren als Fußbodenleisten ähnlich wie bei den Fenstern Multiplex-Leisten mit HPL-Beschichtung geplant. Wir haben uns dann aber aus Kosten- und Zeitgründen dagegen entschieden und einfache Fichtenleisten einbauen lassen. Es fehlen noch ein paar, der Großteil wurde aber relativ fix installiert.

Treppe, Türen und Verkleidung der Dachfenster

Stilbruch Buche? Die Treppe wurde mit Multiplex-Platten in einer ungewöhnlichen Buchenoptik verkleidet, die den Eindruck erweckt, als würde sie fließen. Zwar fand Buche bislang noch keine Verwendung, aber die Streifen nehmen die überall (Multiplex, Einbauten, Türrahmen) sichtbare Schichtoptik auf. Apropos Türrahmen: auch die Türen sind nach und nach eingebaut worden. Zudem wurden die Dachfenster im OG mit ihren Laibungen versehen.

Küche

Die Küche war worauf wir uns die ganze Zeit am meisten gefreut hatten; tatsächlich war sie Ende August größtenteils montiert. Die finalen Arbeiten zögerten sich dann aber letzten Endes so lange hinaus, dass die armen Monteure am Tag unseres Einzugs trotz Wochenendes noch einmal erscheinen und die Küche größtenteils fertigstellen mussten – ein paar Kleinigkeiten (wie der Müllauszug und zwei Türen) wurden noch nach Einzug fertiggestellt. Wir sind von unserer von unserem Architekten entworfenen Tischlerküche sehr begeistert; sie war im Vergleich zu einer Küchenstudioküche nicht nur sehr günstig, sie ist auch sehr gut durchdacht, bietet wirklich viel Stauraum und ist einfach gemütlich…

 

KLEINVIEH MACHT DEN GRÖSSTEN MIST (TEIL III): Zimmerarbeiten

Auch unsere Zimmerleute waren in der Schlussphase noch einmal vor Ort um noch ein paar Einbauten (Regale, Arbeitsplatte im HWR) vorzunehmen, die Holzdielen für die Terrasse im EG und den Balkon im OG zu vervollständigen (dort außerdem das Geländer anzubringen) und die Decke im Bad abzuhängen. Auch ein paar Kleinigkeiten mussten noch erledigt werden (z.B. die Montageschrauben an der unverkleideten Außenwand im EG versenken und die Löcher mit Holzdübeln verdecken). Für die Decke im Bad gab es eine Lösung, an die wir vorher gar nicht dachten: eine Fichte-Dreischichtplatte, durch die sich die abgehängte Decke bis auf ihre Höhe nicht von den anderen Decken unterscheidet.

 

KLEINVIEH MACHT DEN GRÖSSTEN MIST (TEIL II): Schönheitskorrekturen

Ein weiterer unterschätzter Kleinvieh-Kandidat war der Posten der Schönheitskorrekturen, die noch so anstanden. Ich musste beispielsweise noch einige Stellen an der Außenfassade schwarz streichen, an denen die Naturfarbe der Lärche durch kam (Schnittkanten, Blenden).

Dann mussten an allen Stellen, an denen Holzplatten sichtbar endeten Stirnbretter gesetzt werden. Dies wurde von unserem Tischler erledigt, dessen Leute an den entsprechenden Stellen 2cm dicke Fichtenbretter aufgeleimt haben. Im Obergeschoss gab es eine leichte Ungenauigkeit bei der Treppe;  die Brüstung endete ca. 25cm vor dem Ende der letzten Treppenstufe, so dass eine entsprechend große Lücke im Estrich und Linoleum entstand. Hier wurde vom Tischler die Brüstung verlängert und ebenfalls mit einem Stirnbrett versehen.

Die wohl größte und zeitaufwändigste Korrektur hatte Ausmaße eines mittelgroßen Dilemmas: als unser Fensterbauer die Windfangtür einbauen wollte, bohrten seine Leute in den Fußboden – und somit in die Fußbodenheizung. Glücklicherweise war unser Heizungsbauer gerade vor Ort, der das Leck sofort reparieren konnte. Die Folge: ein ausgeschnittenes Quadrat in Linoleum und Estrich… Unser Bodenleger musste also kurzfristig in der Woche vor unserem Einzug und vor Einpflege des Bodens eine ganze Bahn Linoleum austauschen, Schnellestrich einsetzen und anschließend eine neue Bahn Linoleum verlegen; die Windfangtür musste aber ja auch noch rein. Dienstag und Mittwoch wurde also der Linoleum repariert, ab Mittwoch Mittag die Tür eingesetzt und am Donnerstag eingepflegt. Und Samstag war dann der Umzug… was für ein Timing!

 

Kleinvieh macht den größten Mist (Teil I): Entwässerung

Inzwischen sind seit dem letzten Eintrag über 2 Monate vergangen – eine Zeit in der – nicht überraschend in diesem Stadium – sehr viel passiert ist. So viel kann ich schon vorweg nehmen: inzwischen wohnen wir in unserem schönen Häuschen und fühlen uns wirklich wohl! Aber der Reihe nach:

Nachdem der Linoleum-Boden verlegt war, stand ja eigentlich gar nicht mehr so viel an und es sollte endlich mit dem Innenausbau weitergehen. Gefühlt waren das noch so zwei bis drei Dinge; Küche, Bäder, Kleinkram… Nur irgendwie war diese Kleinkram-Liste dann doch immer größer.

So war zB noch kein Anschluss an den Entwässerungskanal hergestellt worden und wir warteten auf Kontaktaufnahme seitens der Gemeinde, die hier den Übergabeschacht legt. Wir hatten die Entwässerung Mitte Juli bestellt, nachdem mir der Zuständige der Gemeinde mitteilte, dass dies einen Monat vor Einzug erfolgen sollte. Da aber unser schriftlicher Antrag für eine Entwässerungsgenehmigung nie bearbeitet wurde, kam langsam aber sicher Panik auf, ob das wohl noch was bis zum Einzugstermin werden würde… erneutes Nachfragen bei der Gemeinde brachte uns dann immerhin die Auskunft, dass da vielleicht etwas untergegangen ist, man sich aber kümmere. Man teilte uns vorsichtshalber mal den Kontakt der entsprechenden Tiefbaufirma mit, damit wir ggf. selbst nachfragen könnten, ob es mit dem Termin vor Einzug denn noch klappt. Daraufhin kam dann ein nettes Ehepaar auf die Baustelle, offensichtlich Betreiber der Tiefbaufirma, die sich die Situation vor Ort ansahen.

Frau: „Das geht so alles nicht, da fehlt doch noch die Dichtigkeitsprüfung, da weiß doch so keiner, ob das alles gut geht. Und wo ist jetzt der Kanal?“
Ich: „…äh, die Firma, die die Kanäle hergestellt hat, hat die Position schriftlich festgehalten. Reicht das?“
Frau: „Grundsätzlich schon. Hoffen wir, dass die Lage nicht weiter als 1m von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Wir legen nur bis dahin, den Rest müssen Sie dann selbst erledigen“.
Ich: „Als bei der Gemeinde angerufen wurde um die gewünschte Position des Kanals zu erfragen wurde uns gesagt, dass die Tiefbaufirma sich den Kanal dann schon holt, die würden den Boden ja eh aufmachen.“
Frau: „Ja, das ist aber falsch. 1m, mehr nicht.“
Ich: „Und was mach ich, wenn das der Fall ist?“
Frau: „Dann muss Ihre Firma nochmal anrücken und den Rest herstellen. Wir machen nur 1m, mehr nicht. Und wir legen nur das Rohr, schließen aber nichts an“.
Mann: „Naja, oder Sie beauftragen uns damit auf Ihre Kosten.“
Frau: „Sie können uns auch beauftragen. Das müssen Sie dann aber zahlen. Aber ob wir das zeitlich hinkriegen… Und eine Dichtigkeitsprüfung haben Sie dann ja immer noch nicht und ohne die geht schonmal nichts. Aber die können Sie auch nicht machen lassen, solange der Kanal nicht angeschlossen ist“.
Ich: „Aber wie soll das denn dann funktionieren?“
Frau: „Ja, sag ich ja, das geht so alles nicht!“
So ging das noch eine Weile, es folgten einige Telefonate mit unserer Firma für die Erdarbeiten, in denen sich die richtigen zwei Adressaten offensichtlich gefunden hatten und ich mir nun die jeweiligen Tiraden anhören durfte („Was für eine dumme Kuh“ vs „Oh Gott, der sabbelt einen ja schwindelig“). Ich sah meine Felle bereits davonschwimmen und telefonierte mit dem immer freundlichen und hilfsbereiten Herrn Ide von der Gemeinde.

Ich: „Es gibt da anscheinend riesige Probleme; da muss noch eine Dichtigkeitsprüfung gemacht werden, die kann aber nicht erfolgen, solange blablabla und ich habe keine Ahnung wer und wann und was blablabla „.
Er: „Alles gut. Die Dichtigkeitsprüfung können Sie auch noch in einem halben Jahr machen. Ist völlig normal so.“
Ich: „Ach so?“
Er: „Ja.“
Ich: „So was…“
Er: „Ist ganz üblich. Und ansonsten rufen Sie mal die Firma nochmal an. Die machen den Anschluss sicher einfach mit. Kann ja kein großer Akt sein.“
Gesagt, getan. Plötzlich war sie sehr freundlich und hilfsbereit und bat an, das Rohr auch an unseren Kanal anzuschließen. So wurde es dann auch gemacht: Am 19.9. kam die Tiefbaufirma, legte innerhalb von zwei Stunden den Kanal. Und schrieb anschließend eine Rechnung: 77 Euro. Und dafür die ganze Panik – hallo??? Da wurde wirklich in Erwägung gezogen die andere Firma noch einmal antanzen und den Boden aufmachen zu lassen, nach dem das Rohr gelegt wurde, um dann ggf. noch einmal die Tiefbaufirma her zu ordern um eventuell auftretende Schwierigkeiten zu beheben. So ein Quatsch! Seit dem 19.9. können wir also auf unser Klo gehen.

Der Spaß wurde dann noch einmal getrübt, als wir bereits eingezogen waren: Beim Duschen im EG begann regelmäßig unser Klo zu blubbern und vollzulaufen. Die Prüfung durch unsere Sanitärfirma ergab, dass kein Wasser im Kanal ankam… aufgrund der Fehlerfrequenz dachte ich mir schon, dass der Fehler ganz eventuell bei unserer Firma für die Erdarbeiten liegen könnte – und so war es auch. Die Firma hatte offensichtlich vergessen das gesamte Gäste-WC im Erdgeschoss an die Entwässerung anzuschließen und musste das dann spontan nachholen. Es war vermutlich kein großer Spaß für die Arbeiter in den Hinterlassenschaften zu wühlen um den Anschluss herzustellen, aber so was kommt von so was…