Und es ward: Linoleum!

Eigentlich sollte am 4.8. mit dem Verlegen des Bodens begonnen werden. Es stellte sich dann allerdings heraus, dass vorher die Fußbodenheizung 24 Stunden lang auf 30°C gelaufen sein muss. Blöderweise war der Heizungsinstallateur noch bis zum 5.8. im Urlaub, kümmerte sich dann aber direkt in der neuen Woche um die Installation des Gaszählers. Am Mittwoch wurde dann die Funktionskontrolle der Heizung durchgeführt und am Donnerstag konnte mit dem Verlegen des Linoleums begonnen werden.  Erstaunlicherweise ging es dann aber fast eine Woche schneller als ursprünglich gedacht.

Bei einer Begehung kurz vor Beginn der Arbeiten bemerkte der Raumausstatter, dass der Trockenestrich an einigen Stellen zu viel Spiel hatte. Außerdem waren die Platten durch leichte Unebenheiten zwischen den Heizungsrohren nicht immer exakt bündig. Aus diesem Grund wurde für das Verspachteln ein spezieller Gewebespachtel verwendet. In besonders hartnäckigen Fällen wurden zudem kleine Gittermatten mit eingespachtelt. Der Boden wurde grundiert, zwei Mal gespachtelt und geschliffen, anschließend gesaugt und mit dem Linoleumkleber versehen. Inzwischen liegt der Linoleum, die Nähe sind verschweißt – und wir sind froh über die Auswahl!

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Dachflächenfenster

Außerdem wurden in der Zwischenzeit die Vertikalelemente der Dachflächenfenster in den Kinderzimmern und im Bad eingebaut und vom Spengler verkleidet.

 

 

Außenbereich

…während ich mich drinnen mit dem Trockenestrich vergnügte, fuhr die mit den Erdarbeiten betraute Firma damit fort, das Grundstück zu ebnen, die Baustraße auszubauen, Mutterboden aufzufüllen, Kantensteine zu setzen und mit der Pflasterung für Wege, Auffahrt und Terrassen zu beginnen. Dabei vergaßen die Bauarbeiter allerdings, dass sie vor einiger Zeit den Messfehler verzapft hatten und wunderten sich, als sie mit den letzten zwei Steinreihen vor der Terrasse dann plötzlich zu weit oben herauskamen und man bei Fortführung der Pflasterung plötzlich ca, 40 cm vor der Holzterrasse eine 5cm hohe Schwelle gehabt hätte…

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Die Firma bat uns an auf eigene Kosten flachere schwarz geflammte Granitplatten oder schwarz geflammte Klinkersteine einzusetzen – was natürlich (in Anbetracht des dreifachen Materialwechsels) reichlich merkwürdig ausgesehen hätte. Zusammen mit unserem Zimmerer Herrn Hoock entschiedenen wir daher, dass die Holzterrasse einfach verbreitert wird. Darüber hatten wir schon vorher nachgedacht, so dass dies ein guter Kompromiss für uns war.

Als kompliziert stellte sich auch die Pflasterung der Einfahrt heraus: auf den Plänen verlief die Pflasterung bis zur Grundstücksgrenze. Die Mitarbeiter der Firma schlugen aber vor, die Pflasterung bis zur Straße vorzuziehen, da zwischen Grundstücksgrenze und Straße gut 1,5m liegen. Auf meine Frage, ob dies zu empfehlen sei, verwies der Polier darauf, dass die Nachbargrundstücke das alle so gemacht hätten und das natürlich praktisch sei. Ich stimmte also zu, dachte aber nicht weiter darüber nach, da ich mich parallel um andere Dinge kümmern musste. Später machte mich dann allerdings Herr Hoock darauf aufmerksam, dass durch die Verlängerung der beiden Außenlinien (die durch eine schräg verlaufende Linie verbunden sind) nur noch knappe 1,5m Auffahrfläche übrig geblieben wären. Also ruderte die Firma zurück und hielt sich doch wie vorgesehen an den Plan, wollte diese extra Zeit aber später in einem Arbeitszeit-Protokoll abzeichnen lassen, um sie in Rechnung zu stellen. Damit war ich nicht einverstanden, weil ich der Planänderung nur auf Anraten des Poliers zugestimmt hatte. Der Punkt wurde letzten Endes vom Protokoll gestrichen…

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Trotz ein paar kleiner Fehler (zB zu nah an die Fassade heranreichende Kantensteine), die letzten Endes aber korrigiert wurden, hat der Rest dieser Arbeiten relativ reibungslos geklappt.

Eine weitere Herausforderung war noch der Untergrund für den Schuppen, der sich an die anschließt. Die Auffahrt sollte ein Gefälle zur Straße und gleichzeitig zur Westseite aufweisen. Der Schuppen dagegen sollte nur zur Westseite abfallen. Bevor die Pflasterung begann, sollte ich eigentlich noch die östliche Grundstückseite von den (bereits drei Mal herumgetragenen) Holzresten befreien, was einen ganzen Tag Arbeit bedeutet hätte. In Anbetracht des Zeitdrucks (der Trockenestrich musste schließlich fertig werden), entschieden wir uns dazu, das Holz nicht zu versetzen.

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Dies bedeutet, dass nun irgendwann später Mutterboden via Schubkarre hin- und hergeschoben wird – vermutlich wird das nicht weniger zeitintensiv werden, als das Tragen des Holzes gewesen wäre; aber dann gibt es auch keinen Zeitdruck mehr was die Fertigstellung des Trockenestrichs angeht!

 

Schalter und Steckdosen

…tja, welche Schalter und Steckdosen passen denn nun in unser schönes Holzhaus? Schwierige Frage. Irgendwie passten uns die typischen Gira- und Jung-Modelle nicht so sonderlich:

Und was ist mit der Farbe? Sollen sie zu den schwarzen Laibungen oder eher zum lichtgrauen Fußboden passen? Oder doch einfach nur reinweiß sein? Nach langem hin und her und ausgedehnter Internet-Recherche entschieden wir uns für die Schalterserie R1 von Berker. Was die Farbe anging hörten wir auf den Tipp unseres Elektrikers keine schwarzen Schalter zu nehmen, um sie nicht zu sehr in Szene zu setzen. Schalter sind halt Schalter… Preislich kaum anders als die Variante von Jung fanden wir, dass die runden Formen einen ganz schönen Kontrast zu den sonst geraden Linien bilden. Auf die Nachfrage unseres Zimmermanns an den Elektriker, warum diese schicken Schalter eigentlich ursprünglich gar nicht mit zur Auswahl standen: „die sind in Norddeutschland nicht so üblich, da nimmt man eher Jung oder Gira“. …alles richtig gemacht würde ich sagen!

Fußbodenheizung und Trockenestrich, die 129.

Je öfter ich „Fußbodenheizung und Trockenestrich“ in einem Atemzug nenne, desto mehr bekomme ich das Gefühl einer sich merkwürdig in den Vordergrund drängenden Wortsymbiose. Aber es hilft ja nichts! Im Erdgeschoss wurde die Fußbodenheizung Stück für Stück fertig  verlegt, so dass ich zum Ende der ersten Juliwoche mit dem Trockenestrich in Wohnzimmer und Küche fortfahren konnte und pünktlich zum 31.7. fertig wurde – Juhu! Im Anschluss vergnügte ich mich dann mit Maurerkübeln voller Trockenestrich-Resten, die ich in drei Fuhren zur Mülldeponie fuhr. Dies war geknüpft an ein fleißiges Großreinemachen, damit die Firma, die mit dem Verlegen des Linoleums betraut war, Anfang August loslegen konnte.

Platz schaffen deluxe durch Möbelbau…

Im Anschluss an das Setzen der Winkelstützen wollte eigentlich die für die Erdarbeiten zuständige Firma mit den Pflasterarbeiten beginnen. Allerdings war das Grundstück noch nicht ganz von Holzresten befreit. So hatten sich die Zimmerleute um Herrn Hoock z.B. einen beeindruckend langen Sägetisch gezimmert, ein 6m langes Reststück der Bodenplatte zierte den zukünftigen Garten und überall standen mehr oder weniger große Plattenreste herum.

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Die mussten einerseits weg, andererseits sollten sie aber auch nicht einfach zersäbelt und entsorgt werden – dafür waren sie einfach zu schade. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen? Wir hatten schon länger damit geliebäugelt  Möbel aus den Holzresten zu bauen. Und so kam es dann auch: der Rest der Bodenplatte wurde eine 4,50m lange Sitzbank, die in unseren Flur kam und durch die Hauswand angeschraubt wurde. Die anderen Platten wurden zu einem Esstisch, zwei Hochbetten, insgesamt 4 Arbeitsplatten für das Musikzimmer und den HWR, zu einer Schreibtischplatte, zu einer TV-Bank, zu 3 Regalen und zu einer Mini-Sitzbank. Was ich mich im Nachhinein frage: wie haben wir das eigentlich alles reinbekommen?!?!

…es sind immer noch weitere Reste übrig, mal sehen, was daraus noch alles wird!

Versorgungsanschlüsse

So, nach 6 Wochen muss ich den Blog dringend mal wieder auf den neusten Stand bringen.

Anfang Juli kamen unsere Versorgungsanschlüsse, die von der Tiefbaufirma Hoth gelegt wurden. Interessant war, dass uns als Termin für das Legen der Versorgungsleitungen Montag, der 4.7. mitgeteilt wurde und ich entsprechend ab 7.30 auf der Baustelle war, um die Tiefbau-Firma nicht zu verpassen. Diese kam dann aber erst gegen 12 Uhr (ich nutzte die Zeit, um mal wieder einen Stapel Holz von links nach rechts zu tragen, was für ein Spaß). Erstaunlich war aber, dass die Firma gut 2 Stunden später mit allem durch war, obwohl sie erst einmal ein tiefes Loch in unserem Hausanschlussraum graben mussten.

Es hat also alles recht reibungslos geklappt; im Vorfeld gab es einige Bedenken, ob die Gasleitung gerade aus dem Haus heraus geführt werden kann, was dann aber letzten Endes kein Problem war. Allerdings frage ich mich, wieso Tiefbauunternehmen, Stadtwerke und sonstige Beteiligte immer davon ausgehen, dass private Bauherren immer komplett mit allen internen Abläufen vertraut sind, die anscheinend von Firma zu Firma und Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich gehandhabt werden. So wurde mit dem Setzen der Stromzuführung der Baustromzähler entfernt – aber… woher nehmen wir denn dann den Baustrom? Glücklicherweise durften wir bei unserem netten und stets entspannten Nachbarn ein bisschen Strom abzwacken, so dass wir überbrücken konnten. Uns wurde gesagt, unser Elektriker solle die Fertigstellung an die Stadtwerke melden und dann könne der Zähler direkt gesetzt werden. Gesagt, getan, Firma Rundi faxte noch am Montag Nachmittag die Fertigstellung an die Stadtwerke und bat um einen Termin am Mittwoch. Zurück kam die Nachricht „Termin wird gestrichen; Rechnung wurde nicht bezahlt“. Als mir unser Elektriker diese Rückmeldung kommunizierte war ich erst einmal ein bisschen verwundert – welche Rechnung denn bitte? Wir  haben von den Stadtwerken doch gar nichts bekommen? Es war natürlich nach 16 Uhr, so dass man auch niemanden mehr bei den Stadtwerken erreichen konnte. Also schrieb ich eine Mail, die dann auch direkt am nächsten Morgen um 6.30 Uhr beantwortet wurde: offensichtlich war auf dem Angebot zur Erstellung der Versorgungsleitungen, das ich Anfang Februar (!) erhielt, vermerkt, dass der Angebotspreis vor Zählersetzung bezahlt werden müsse. Aber… woher weiß man als Normalverbraucher, wann Zählersetzung ist? Und ist es nicht auch relativ klar, dass man einen entsprechend diffusen (weil wenig greifbaren) Zahlungshinweis nach fast einem halben Jahr nicht mehr auf dem Schirm hat? Nun ja… diesen Hinweis gab ich auch direkt an die Stadtwerke weiter, überwies den Betrag fix und erhielt dann doch noch eine Terminzusage für den besagten Mittwoch; und das ging dann auch alles recht schnell von der Hand.